Streit um den Eisvogel

Eines der größten Auwald-Gebiete zieht sich im Leipziger Süden bis zum Neuseenland. Am Floßgraben lebt und brütet der seltene Eisvogel. Naturschützer fordern deswegen Einschränkungen für den Bootsverkehr. Doch Wassersportler wollen das Gewässer nutzen, und auch die Stadt - vor allem für Touristen.

Stille im Leipziger Auwald morgens um neun. Fernab vom Lärm der Straßen ist das stadtnahe Idyll mit seinen wertvollen Pflanzen- und Baumbeständen Rückzugsort für Tiere und Erholungsgebiet für Naturfreunde. Neben Wildbienen, besonderen Libellen und seltenen Wasserpflanzen lebt in dem 6000 Hektar großen Schutzgebiet der Eisvogel.

Der scheue Fischfresser brütet an den wildwüchsigen Steilufern, dafür nutzte er selbstgegrabene Röhren. Vor allem am Floßgraben, der sich durch den Auwald schlängelt und dessen Wasser viel klarer und fischreicher ist als andere Leipziger Flüsse, wurde der flinke Vogel gesichtet. Doch er kann hier nicht ungestört brüten, denn der Floßgraben ist die einzige Wasserverbindung zwischen dem Stadtzentrum und den südlichen Tagebauseen.

 

Streit im Leipziger Auwald

DLF – Streit im Auwald

DW – Streit im Auwald

 

Der MDO ist nicht für den Inhalt externer Internetseiten verantwortlich.

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.