Sachsens Hochschulen zum neuen Koalitionsvertrag

Sachsens CDU wird künftig nicht mehr mit der FDP, sondern der SPD koalieren. Im Koalitionsvertrag haben sich beide Parteien Gedanken um die Zukunft der sächsischen Hochschulen gemacht. Ein Großteil der Stellenstreichungen wurde zurückgenommen - unter bestimmten Bedingungen. Was halten die Hochschulen davon, ist das der richtige Weg?

Gerade hat sich Beate Schücking beim Treffen der Landesrektorenkonferenz mit den Kollegen ausgetauscht. Tenor, so die Leipziger Uni-Rektorin: der neue Koalitionsvertrag ist erst einmal ein gutes Signal.

Beate Schücking: In diesem Koalitionspapier sind Dinge festgehalten, die, wenn sie dann so umgesetzt werden, für die Hochschulen im Lande und auch für die Uni Leipzig einen entscheidenden Fortschritt bedeuten. In die Richtung, dass die Politik offenbar gelernt hat, dass das Sparen nicht immer weiter getrieben werden kann. Natürlich ist das an dieses „wenn“ gebunden.

Das kleine Wörtchen „wenn“ ist der entscheidende Punkt. Nur wenn sich die staatlichen Hochschulen bis 2017 mit dem Freistaat auf einen langfristigen „Hochschulentwicklungsplan 2025“ einigen, wird auf die Streichung von insgesamt 754 Stellen in ganz Sachsen verzichtet. Exakt so steht es im nun zwischen CDU und SPD ausgehandelten Koalitionsvertrag. Eine große Chance, so Schücking. Von den Hochschulen wird im Gegenzug erwartet, dass sie sich auf ihre Stärken besinnen, eigene Profile erarbeiten und sich untereinander abstimmen, wo bei kleineren Fächern stärker kooperiert werden kann. Wer nicht mitzieht, wird bestraft und muss den Stellenabbau allein tragen.

 

Sachsens Hochschulen im Koalitionsvertrag

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