Oktober, 2013

Gabun – Impfstoff gegen Malaria

Gut 30 Jahre hat es gedauert, nun will der Pharmakonzern Glaxo Smith Kline den ersten Malaria-Impfstoff auf den Markt bringen: RTS,S heißt der Wirkstoff, der nun in Afrika getestet wird. Gaia Manco und Mark Michel begleiten Ärzte in einer afrikanischen Klinik, die den Wirkstoff an Patienten testen.

An der klinischen Studie zur Überprüfung der Wirksamkeit nahmen 15.000 Kinder in sieben afrikanischen Ländern teil. Kinder sind besonders anfällig für Malaria. Die Zahl der Erkrankungen sei durch das Mittel um fast die Hälfte gesunken, teilte Glaxo Smith Kline mit.

Für afrikanische Kinder

Im Albert-Schweizer-Hospital in Lambarene in Gabun arbeiten die Ärzte an einem Malaria-Impfstoff.

Trotzdem ist der Wirkstoff damit nicht besonders effektiv. Auf Vorsichtsmaßnahmen wie beschichtete Moskitonetze und Insektizide kann damit nicht verzichtet werden. Für Touristen, die nur für relativ kurze Zeit nach Afrika reisen, ist der Impfstoff nicht entwickelt. Der Fokus liegt bei afrikanischen Kindern, die Malaria mehrmals in ihrer Kindheit bekommen.

 

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Ins nationale Impfprogramm

2014 will der Pharmakonzern bei der Europäischen Medikamenten-Aufsichtsbehörde EMA die Zulassung für den Impfstoff beantragen. „Es gibt auch verschiedene Tests mit anderen
Impfstoffen, aber der RTS,S-Impfstoff ist der bisher erfolgreichste“ erklärt Bertrand Dell. „Wir hoffen nun, dass er im Jahr 2015 in das nationale Impfprogramm aufgenommen werden kann.“

 

 

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