Ein Medienmagazin für Kinder

Wie hilft man Kindern, sich in der Welt der Medien zurechtzufinden? Eine Antwort darauf versucht der KiKA, der Kinderkanal von ARD und ZDF, zu finden. Denn er startete am 8. August mit dem neuen Magazin Timster. Ein Hausbesuch.

Noch ist in Erfurt beim KiKA noch nicht viel vom neuen Magazin zu sehen. Auch wenn die Redaktion schon fleissig arbeitet wird es erst in den kommenden Wochen die erste Sendung aus dem dann fertigen Studio geben. Moderator Tim Gailus kann sich aber seinen neuen Arbeitsplatz, ein besonderes Studio bereits vorstellen.

Ich habe eine Medienwerkstatt als Basislager, das kann man so sagen. Und das ist der Ort wo wir Medien gestalten können, wo ich sehr viele Aktionen machen kann. Das wird auch der Ort sein den wir Online kommunizieren, das ist auch der Ort den wir im TV kommunizieren. Das ist die Basis um die Medienwelt zu entdecken. Aber vor allem auch in diesem Ort Medien zu machen, weil dort von Audio- bis Videobearbeitung auch eben die Tools vorhanden sind um Medien gestalten zu können.

Hinter Tim Gailus als Gesicht der Sendung steht eine kleine 3-4 köpfige Redaktion. Hier wird seit etwa einem Jahr bereits an dem Konzept der Sendung gefeilt. Durch das wöchentliche Format können die Redakteure, wie Ricarda Eggs, auch auf aktuelle Themen eingehen.

Also wir schauen, was ist aktuell und was ist relevant für unsere Zielgruppe also Grundschüler. Also wir gucken welche Filme starten, was sind so die Lieblingsgames was sind Dinge die vielleicht auch in der Schule durchgenommen werden oder irgendwas das relevant sein könnte für die Schule. Vielleicht so Themen wie die erste iPad-Schule wird eröffnet. So etwas kann das auch sein. Und wir gucken natürlich auch was ist gerade gesellschaftlich in der Diskussion an Themen.

Der Sendestart des Medienmagazins Timster ist auch ein Highlight im Programm des Kinderkanals. Bei dem Format sollen aber auch Eltern und Pädagogen und nicht nur Kinder etwas dazu lernen können. Programmchef Michael Stumpf möchte das Format zu einer starken Marke des KiKA machen.

Zielgruppe sind ja Grundschüler, wie mein Kind, dass jetzt die ersten selbstbestimmten Schritte Richtung Mediennutzung macht. Auf was soll ich da achten. Soll also eine Anlaufstelle für Eltern zum Beispiel sein, aber eben auch für Kinder, die noch keine Experten in den modernen Geräten sind oder in der Mediennutzung. Die sich so ein bisschen nach oben orientieren und die ihre ersten Schritte machen. Also insofern planen wir damit schon einen großen Aufschlag.

Eine besondere Herausforderung ist die Struktur der Sendung. Denn ein großer Teil der Inhalte wird nicht in Erfurt produziert, sondern kommen von den verschiedenen ARD-Anstalten. Für Michael Stumpf steckt hier drin aber auch Potential.

Das haben wir beim KiKA auch selten, dass unterschiedliche Partner ihre Stärken einbringen können, der SWR das Thema Gaming, der rbb das Thema Bücher zum Beispiel, NDR Thema Kino. Wir bilden den Rahmen machen Tutorials mit unserem Moderator hier vor Ort. Ich glaube das ist so schon besonders und dass man wirklich mal einen interaktiven Gedanken lebt.

Denn das Magazin soll auch im Internet ein eigenes Leben bekommen. So sollen sich die Kinder auch kritisch mit dem Medienkonsum beschäftigen, aber ohne mit dem erhobenen Zeigefinger. Redakteurin Ricarda Eggs hat da auch schon eine Idee wie das aussehen könnte.

Wir wollen uns sicher einmal angucken, was ist mit den Smartphones: Machen die süchtig? Und wenn ja, wie funktioniert das eigentlich. Also wie funktioniert das eigentlich? Also wie funktioniert das dass man irgendwann wenn man so ein Ding hat, die Kinder sehen es an ihren Eltern,die nicht mehr zur Seite legen kann? Das ist dann in Form von Experimenten, Alltagsbeobachtungen. Wir würden dann die Kinder dazu aufrufen, dass sie mal zu hause gucken und vielleicht mal aufschreiben wie ihre Eltern so damit umgehen.
Die Zuschauer sollen aktiv mit in das Programm eingebunden werden. Das Format dazu heißt Team Timster. Gemeinsam mit dem Moderator Tim Gailus können die Kinder hier an einem langfristigen Projekt arbeiten und so die Medienwelt selbst erfahren.

Eine Idee könnte natürlich so aussehen, dass wir uns fragen wie sieht ein Held aussehen oder eine Helden, wenn wir überlegen wir schreiben ein Buch oder machen ein Computerspiel. Überall sind wir in einer tollen Geschichte mit Helden und Heldinnen konfrontiert. Wie sieht er aus, was kann der? Hat er Superkräfte oder hat er vielleicht irgendein Problem? Das wäre schon ein erster Schritt wo man so auch ins Grübeln kommt und sich frage wie sind die Geschichten und Welten so gestalten. Dann kommen wir vielleicht schnell an den Punkt wo wir vielleicht gewisse Rollen hinterfragen?

Das Medienmagazin Timster wird im Kika erst einmal mit einigen Specials beginnen und so auch sich selbst erklären. Die Kinder sollen dann nach und nach in die Sendung eingebunden werden.

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