Angst vor der Braunkohle

Rund um Leipzig lagern noch Millionen Tonnen Braunkohle. Das freut die Energieunternehmen und auch die Politiker der sächsischen Landesregierung um Stanislaw Tillich, verunsichert aber die Menschen. Sie haben Angst um ihre Dörfer.

Janett Schwarz kann über ihren alten Gartenzaun hinter dem Haus direkt in die Zukunft schauen, und was sie da sieht, gefällt ihr nicht. Noch zwei, vielleicht drei Jahre wird es dauern, dann rollen 500 Meter hinter und auch neben ihrem schön sanierten Haus in Kieritzsch die Bagger an. „Gleich da drüben werden sie graben, hinter dem kleinen Feld und dem schmalen Schutzstreifen“, erklärt die 40-jährige Bankangestellte. „Vereinigtes Schleenhain“ heißt der Tagebau, der über ein breites Förderband das Kraftwerk Lippendorf in direkter Nachbarschaft versorgt und nun immer näher an Kieritzsch heranrückt. Ronny Arnold hat das kleine Dorf, 25 Kilometer südlich von Leipzig gelegen, für den Länderreport des DLR Kultur besucht.

 

Braunkohle in Sachsen

 

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