Januar, 2012

Aktueller Antisemitismus – ein Phänomen der Mitte

Im April 2010 erschien ein äußerst interessanter Sammelband, zur Frage, ob Antisemitismus wieder "gesellschaftsfähig" wird . Entstanden ist das umfangreiche Werk mit Beiträgen von den Herausgebern Monika Schwarz-Friesel, Evyatar Friesel und Jehuda Reinharz, und auch Wolfgang Benz, aus einem Forschungsprojekt, dass die Sprachwissenschaftlerin Prof. Monika Schwarz-Friesel 2007 an der Universität Jena begann.

Wie denken Antisemiten? – Jenaer Sprachwissenschaftlerin erforscht Gedankengänge des Judenhasses

Ist es nur das das Palaver am Biertisch, die unachtsam hingeworfene Bemerkung über Israel oder die öffentliche Erregung über einen streitbaren TV-Journalisten wie Michel Friedmann? Antisemitismus scheint in Deutschland wieder leichter akzeptiert zu werden. So zumindest sah es der scheidende israelische Botschafter Shimon Stein bei seiner Abschiedsrede. Exakte Beweise für einen gesellschaftlichen Wandel gibt es bisher nicht. Dem gefühlten Unbehagen soll nun ein zweijähriges Forschungsprojekt an der Universität Jena eine Datengrundlage geben. Sprachwissenschaftler wollen mittels Textanalyse herausfinden, auf welchen Denkstrukturen Antisemitismus beruht und mit welchen Erscheinungsformen wir es zu tun haben.

Wie denken Antisemiten

 

Auch eine neue Studie, die am 23.01.2012 im Bundestag vorgestellt wurde, geht davon aus, dass jeder fünfte Deutsche antisemitisch eingestellt ist.

Zum Artikel in der Jüdischen Allgemeinen.

 

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