1000 Jahre Kaiserdom Merseburg

In Merseburg in Sachsen-Anhalt steht ein bedeutender Dom. Und der feiert dieser Tage 1000 Jahre Grundsteinlegung. Besser gesagt, er wird gefeiert, mit einer Sonderausstellung, die seit dem 10. August für drei Monate zu sehen ist. Ein Besuch im Merseburger Dom und der Ausstellung zur Grundsteinlegung.

Mit einem Mythos, einer Vermutung aus der Zeit des berühmtesten Chronisten des Mittelalters, Bischof Thietmar von Merseburg, räumt Markus Cottin gleich am Anfang auf.

Nein, die Römer sind nicht bis hierhergekommen. Es gibt zwar einzelne Funde, aber das hatte mit den Handelsbeziehungen zu tun. Aber die Römer haben hier keine Städte gegründet wie Köln, Trier, die sich mit antiken Wurzeln in Verbindung bringen lassen.“

Die Gründung Merseburgs, so der Kurator weiter, hatte nichts mit Julius Cäsar und dessen Expansionseifer zu tun. Soweit im Nordosten, erzählt Cottin, war der berühmte Römer nie.

„Also Merseburg hatte einen großen Stellenwert für alles, was mit den skandinavischen Reichen zu entscheiden war und auch mit Polen und Böhmen. Merseburg ist tatsächlich die bedeutendste Pfalz im Osten des Reiches. Und diese wundervollen Objekte: eine Krone, ein Relief, auch ein Ring, also Kunstkammerstücke per se, stellen das dar.“

Gezeigt werden wertvolle Exponate aus ganz Europa, insgesamt 130, die in dieser Sonderausstellung im Dom selbst, aber auch im angrenzenden Schlossmuseum, in Sälen und Gewölben ausgestellt sind.

 

Besuch im Merseburger Dom

 

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